Trockene Augen im Alter

Bei trockenen Augen, medizinisch Sicca-Syndrom genannt, sind Horn- und Bindehaut des Auges nicht mehr ausreichend mit Flüssigkeit benetzt. Es kommt zu unangenehmen, manchmal sogar schmerzhaften Beschwerden. Gerade im Alter leiden viele Menschen verstärkt unter trockenen Augen.

Lesen und Computerarbeit führen zu trockenen Augen im Alter.
Gerade im Alter leiden viele Menschen unter trockenen Augen. Lesen und Computerarbeit sollten dann eingeschränkt werden, da sie die Beschwerden noch verstärken können.

Es gibt zwei Hauptgründe für trockene Augen

Im gesunden Zustand werden die Augen durch einen komplex aufgebauten Tränenfilm geschützt. Die unterste Schleimschicht liegt direkt der Horn- und Bindehaut auf und sorgt für die Haftung des Tränenfilms auf der Augenoberfläche. In der mittleren, wässrigen Schicht sind Nährstoffe und Abwehrstoffe enthalten. So wird die Hornhaut versorgt und das Auge vor Krankheitserregern geschützt. Die obere Phase, die sogenannte Lipidschicht, ist fetthaltig und verhindert, dass die darunterliegenden Schichten einfach abfließen oder verdunsten. Mit zunehmendem Alter gerät dieses empfindliche System oft aus dem Gleichgewicht.

 

Wenn die Augen trocken werden, kann das zwei Ursachen haben: Zum einen kann sich der Tränenfilm in seiner Zusammensetzung ändern. Insbesondere wenn die Tränenflüssigkeit zu wenig Fette enthält, wird dies zum Problem, denn durch den Mangel einer stabilisierenden Lipidschicht verdunsten die Tränen schneller. Letzteres führt zu einem Paradoxon: Die Augen tränen, fühlen sich aber dennoch trocken an. Zum anderen kann das Problem an der Menge der produzierten Tränenflüssigkeit liegen. Durch verschiedene Einflüsse kann die Tränenproduktion reduziert sein, so dass nicht mehr genug Flüssigkeit da ist, um die Augen gleichmäßig feucht zu halten.

Warum die Augen im Alter trocken werden

Im Alter wirken meist beide Ursachen für trockene Augen zusammen: Die Tränenproduktion nimmt mit zunehmendem Alter immer weiter ab und der Tränenfilm verändert sich in seiner Zusammensetzung.

 

Mit steigendem Lebensalter nimmt auch der Schweregrad trockener Augen stetig zu. Das liegt unter anderem daran, dass ältere Menschen oft unter bestimmten Krankheiten leiden, die trockene Augen begünstigen. Dazu gehören Diabetes mellitus oder Rheuma. Auch Frauen in den Wechseljahren leiden wegen der Hormonumstellung verstärkt unter trockenen Augen.

Sind trockene Augen gefährlich?

Trockene Augen sind nicht zu unterschätzen, denn sie unterliegen einer ständigen Überreizung aufgrund des fehlenden Schutzfilms. Die Augen sind zudem deutlich anfälliger für Infektionen, da die Abwehr von Krankheitserregern geschwächt ist. Sind die Augen dauerhaft und über einen längeren Zeitraum trocken, können feine Verletzungen der Hornhautoberfläche und daraus eventuell resultierende Vernarbungen entstehen, die die Sicht trüben.

 

Aus diesem Grund ist es wichtig, trockene Augen zu behandeln. Ihr Augenarzt kann die Ursache für die trockenen Augen herausfinden und eine geeignete Behandlung einleiten.

Tipps bei trockenen Augen im Alter

Mit den folgenden Tipps können Sie versuchen, die Symptome trockener Augen zu verbessern:

 

  • Wenn es Ihre Gesundheit zulässt, trinken Sie viel (Wasser oder Tee). So bleiben Ihre Augen auch von innen heraus feucht.
  • Sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit, beispielsweise indem Sie mehrere Wassergefäße in der Wohnung verteilen.
  • Versuchen Sie, Ihre Augen zu schonen. Schränken Sie Computerarbeit, Fernsehen und Lesen bei schlechten Lichtverhältnissen ein.
  • Die regelmäßige Einnahme bestimmter Medikamente kann zu trockenen Augen führen. Betablocker bei Bluthochdruck oder Antihistaminika bei Allergien sind zwei Beispiele für solche Arzneien. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, womöglich kann die Umstellung auf ein anderes Medikament die Beschwerden des trockenen Auges verbessern.
  • Mit einem Augenbefeuchtungsmittel können Sie Ihren Augen helfen. Produkte aus der HYLO®-Reihe sind konservierungsmittelfrei und phosphatfrei und leicht anzuwenden. Befeuchtende Augentropfen wie HYLO-COMOD® eignen sich hervorragend für leichte bis mittelschwere Beschwerden sowie für die postoperative Anwendung. Dagegen halten HYLO-GEL® Augentropfen dank ihren hochviskosen Eigenschaften besonders lang die Augen feucht.

 

Bei manchen Betroffenen verbessern sich die trockenen Augen mit der Zeit wieder, andere benötigen dauerhaft eine zusätzliche Befeuchtung durch Augentropfen.