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Sehschwäche und trockene Augen

Eine unbehandelte Sehschwäche, das heißt Kurz- oder Weitsichtigkeit, kann zusammen mit trockenen Augen auftreten. Auch wenn die Fehlsichtigkeit eine Benetzungsstörung in der Regel nicht direkt auslöst, so führen typische Verhaltensmuster dennoch häufig zu den Symptomen trockener Augen. Denn wer schlecht sieht, muss seine Augen beim Lesen, Schreiben oder Autofahren viel mehr anstrengen, blinzelt seltener und erzeugt somit ein Aufreißen des Tränenfilms. Und auch das Tragen von Kontaktlinsen zur Korrektur der Fehlsichtigkeit beeinflusst den Tränenfilm nachhaltig.

Sehschwäche und trockene Augen beeinflussen sich gegenseitig.
Eine Sehschwäche kann trockene Augen begünstigen.

Andererseits kann das trockene Auge auch die Augenhornhaut schädigen und so die Entstehung einer Sehschwäche begünstigen. Deswegen sollten Beschwerden wie trockene Augen immer ernst genommen werden.

Unbehandelte Sehschwächen belasten die Augen

Komplett neu auftretende Sehschwächen, aber auch ein weiteres Nachlassen der Sehleistung, werden nicht immer bewusst wahrgenommen, denn oft treten die Verschlechterungen schleichend auf. Anstatt sich neue Kontaktlinsen zu besorgen oder die Brillengläser anpassen zu lassen, neigt man dazu, zunächst sein Verhalten anzupassen: Bei Weitsichtigkeit wird das Buch oder Handy einfach ein Stück weiter weg gehalten. Bei Kurzsichtigkeit kneift man die Augen zusammen oder geht ein paar Schritte näher heran, um Kleingeschriebenes entziffern zu können.

 

Unbehandelte Sehschwächen sind jedoch nicht nur im Alltag hinderlich, sondern bewirken auch, dass sich die Augen sehr anstrengen und konzentrieren müssen. Beim Fokussieren, beispielsweise auf den Computerbildschirm, den Fernseher oder die Straße, blinzeln wir in der Regel seltener als es für die Augen gut ist. Die Tränenflüssigkeit wird dadurch nur unzureichend auf der Augenoberfläche verteilt, der Tränenfilm kann aufreißen. Trockene Augen sind die Folge.

Kontaktlinsen können den Tränenfilm beeinflussen

Wer seine Sehschwäche mithilfe von Kontaktlinsen ausgleichen möchte, riskiert ebenfalls eine Verschlechterung der Tränenbenetzung. Denn die Linsen verhindern die natürliche Verteilung der Tränenflüssigkeit auf dem Auge und reizen die Augenhornhaut zusätzlich. Wer Probleme mit trockenen Augen hat, sollte daher im Alltag lieber auf eine Brille zurückgreifen und Kontaktlinsen nur zu besonderen Anlässen tragen.

Das trockene Auge kann die Sehstärke beeinflussen

Eine Fehlsichtigkeit und trockene Augen begünstigen sich gegenseitig: Nicht nur Sehschwächen führen zu trockenen Augen, unbehandelte Benetzungsstörungen können nämlich ebenso zu Fehlsichtigkeit führen.

 

Die ersten Symptome eines eingerissenen Tränenfilms sind Augenrötung , Juckreiz oder Brennen sowie das Gefühl, einen Fremdkörper im Auge zu haben. Treten diese Beschwerden immer wieder auf und werden sie nicht behandelt, kann es, je nach Ursache, auch zu chronisch trockenen Augen und Folgeschäden kommen.

Wenn der Tränenfilm immer wieder aufreißt, kann dies zu dauerhaften Defekten der Hornhaut führen. Die Austrocknung führt zu einer Schädigung der obersten Zellschicht, die daraufhin eintrübt und vernarbt. Dies kann schmerzhaft sein und die Sehleistung stark verringern.

 

Darüber hinaus kann der Mangel an Tränenflüssigkeit auch zum Einwachsen von kleinen Blutgefäßen in der Hornhaut führen. Auch diese können die Sicht nachhaltig beeinträchtigen.

 

Hinzu kommt eine Überempfindlichkeit der Augen gegenüber Krankheitserregern. Ohne den schützenden, antimikrobiellen Tränenfilm können die Augen viel leichter durch Bakterien und Viren infiziert werden. Entzündungen der Hornhaut können unter Umständen zu schwerwiegenden Schäden des Auges und zu einer Sehschwäche führen.

 

Daher sollten trockene Augen immer ernst genommen und etwas dagegen getan werden. Befeuchtende Augentropfen stabilisieren den Tränenfilm und schützen das Auge vor Trockenheit. Bei immer wiederkehrenden Problemen sollte unbedingt ärztlicher Rat hinzugezogen und die Augen auf eine Sehschwäche geprüft werden.