Augensalben bei trockenen Augen

Wer unter trockenen Augen leidet, klagt unter anderem über folgende Symptome: Jucken , Brennen oder ein Fremdkörpergefühl im Auge. Auslöser für diese Symptome können entweder eine verminderte Tränenproduktion oder eine starke Verdunstung des Tränenfilms sein. Häufige Ursachen für das Syndrom des trockenen Auges sind trockene Raumluft, Bildschirmarbeit oder bestimmte Erkrankungen wie zum Beispiel eine Schilddrüsenfunktionsstörung.

Augensalbe wird zwischen Innenseite des Unterlides und Auge eingestrichen.
Zur einfacheren Anwendung von Augensalbe wird das Unterlid herabgezogen.

Für Betroffene kann dies ziemlich belastend sein und sollte unverzüglich behandelt werden. Eine wirk-sames Mittel gegen trockene Augen sind neben Augentropfen auch Augensalben. Einen Überblick über Ihre Wirkung und Anwendung finden Sie hier.

Die Behandlung mit Augensalben

Die Beschwerden bei trockenen Augen lassen sich durch Augenbefeuchtungsmittel lindern, mit deren Hilfe die Tränenflüssigkeit stabilisiert und die Benetzung der Horn- und Bindehaut gefördert wird. Häufig werden Augentropfen empfohlen, die vorwiegend im Alltag Anwendung finden.

 

Eine Alternative zu den Tropfen bilden Augensalben. So werden Mittel bezeichnet, deren Zubereitung auf Basis von Salben erfolgt und die zur lokalen Anwendung am Auge geeignet sind. Eine Anwendung ist vor allem vor dem Zubettgehen zu empfehlen, da so die Salbe länger im Auge bleibt und ihre Wirkung voll entfalten kann. Eine Einschränkung des Sehvermögens, die nach Auftragen der Augensalbe aufgrund ihrer dickflüssigen Konsistenz entstehen kann, ist dann zudem unproblematisch.

Anwendung und Gebrauch von Augensalbe

Die Augensalbe wird direkt in den sogenannten Bindehautsack eingebracht. Dieser liegt zwischen der Innenseite des Unterlides und dem Augapfel.

 

Zur richtigen und leichteren Verabreichung sollten Sie folgende Hinweise beachten:

 

  • Setzen oder legen Sie sich hin und neigen leicht den Kopf nach hinten. Sollten Sie Probleme beim Einstreichen haben, lassen Sie sich von einer anderen Person helfen.
  • Richten Sie Ihren Blick nach oben, während Sie mit einem Finger das Unterlid herabziehen.
  • Geben Sie einen Streifen Augensalbe in den Bindehautsack.
  • Lassen Sie das Unterlid weiter herabgezogen. Schließen Sie nun das Auge so gut es geht. So wird die Salbe besser verteilt und nicht durch die Lidspalte herausgedrückt.

Bei der Anwendung der Augensalbe sollten Sie darauf achten, dass das Fläschchen oder die Tube nicht in Kontakt mit Wimpern, Hornhaut oder Bindehaut kommen. Sonst besteht nicht nur die Gefahr einer Verletzung der empfindlichen Bindehaut, es können auch Bakterien oder Viren in die Salbe gelangen. Diese können wiederum bei der nächsten Anwendung eine Infektion verursachen.

Auf welche Inhaltsstoffe Sie beim Kauf achten sollten

Wer unter trockenen Augen leidet, sollte beim Kauf darauf achten, dass keine schädigenden Substan-zen wie Konservierungsstoffe oder Phosphate enthalten sind. Durch die längere Einwirk-zeit der Augensalbe kann sich das Risiko von schädigenden Einflüssen auf die Horn- und Bindehaut erhöhen.

 

Folgende Wirkstoffe können sich positiv auf die Linderung trockener Augen auswirken:

 

  • Heparin: Die physiologische Substanz besitzt ähnliche Eigenschaften wie die natürliche Schleimschicht der Tränen. Eine heparinhaltige Augensalbe ist PARIN-POS®. Das enthaltene Heparin kann helfen, den Tränenfilm zu verbessern und die Oberfläche des Auges zusätzlich zu befeuchten und so zu schützen.
  • Vitamin A: Leidet der Betroffene unter trockenen Augen, wird meist auf ein Mittel mit Vitamin A zurückgegriffen. Das Vitamin ist ein natürlicher Bestandteil des Tränenfilms und kann sich positiv auf Binde- und Hornhaut auswirken. VitA-POS® ist eine Vitamin-A-haltige Augensalbe, die zur Verbesserung des Tränenfilms und zum Schutz der Augenoberfläche genutzt werden kann.

Rezeptfreie Augensalben erhalten Sie in jeder Apotheke. Lassen Sie sich dort auch zur Anwendung beraten. Ein vorheriger Besuch beim Arzt ist zusätzlich zu empfehlen, damit dieser anhand der Symptomatik die passende Behandlung einleiten kann.